– 20.02.16 Zürich, Poetry Slam, Rote Fabrik
– 16.06.16 Zürich, Dead or Alive Slam, Pfauen Theater
– 08.11.18 Zürich, mit k.u.k. als Featured Poets beim Slam2018, Volkshaus
– 14.-16.08.20 Planschen, Museen, Zoo – Corona-Urlaub halt
– 05.-07.04.24 Zürich, k.u.k. zu Gast bei 20 Jahre SpokenWord, Schauspielhaus
Auch dort, wo die Schweiz einfach Schweiz ist,
Beginnt sich der Urlaub zu regen.
Wem Berggipfelaussicht von Reiz ist,
Komm’n Schweiz-Aufenthalte entgegen.
Manchem ist es alleine die Sorglosigkeit,
Die sich türmt in den Migros-Regalen.
Andre maulen dagegen, man müsst für die Zeit
Unter Schweizern doch sehr viel bezahlen.
Doch das saftige Grün, die Türkiskraft der Seen –
Sie lassen ein wohliges Prickeln entsteh’n
Wie ein testend Beschnuppern der Sorglosigkeit.
Wenn statt Sukkulenten
Wir Zuckerruhr nur kennten
Und unsre Unverwundten
Schluppten Säcke Lunten,
Blieb nur auszuspucken
(Super aufzumucken)
Ob armer Schlucker Renten.
Am Mythenquai kühle ich Anfang April
Meine Füße fühlbar im See, denn ich will
Die Sonne, die Berge, den Schweiß, die Schweiz halten,
Den Alltag, das Alter und Alldas abspalten.
Zum Speichern der Einmaligkeit
Will ich mich so ermahnen,
Eh Trott, Stress und vertane Zeit
Sich abermals verzahnen.
Alle Rechte bei Lukas Hofstetter, der das Gedicht im Rahmen der Kuba-Spendenaktion 2024 erstanden hat.
Du darfst dem Verordneten niemals parieren,
Becircen dich auch Argumente!
Pflanz Schmach mit den Schlag auf verordnende Nieren,
Ruf Aufmüpfigkeit aus der Rente!
Du weißt: Ihr Ansatz ist korrekt.
Doch das Herz schlägt fehl in den Methoden.
Verhehl dir nie, wie schön ein Gleichschritt verreckt
Und zertret die entsprechenden Hoden!
Es knabbert an den Tagen
Ein Mund voll Dunkelheit.
Wie kurz der Sommer war, wenn
Die ungenutzte Zeit
Schreit: Memento Mori, Blätterfall,
Ein Wall von Kältekälte!
(Obgleich ein kurzer Lichteinfall
Mich morgendlich erhellte)
Es knabbert an den Tagen
Die Jahreszeit der Nacht.
Wie kurz der Sommer war, wenn
Du nichts aus ihm gemacht!
Unabänderlich mahnt die verflossene Zeit,
Dass weitere Jahre vergehen.
Noch ist der Moment nicht zum Abschied bereit
Und hangelt sich durch sein Bestehen.
Das friedliche Scheiden, in das ich entrück‘ –
Es schmückt hinter mir Horizonte
Für spätmilde, labende Blicke zurück,
Als ich’s noch nicht wertschätzen konnte.