Dein schönstes Gedicht
Und schriebe ich ihr ein Gedicht,
So sei’s von Kunstgriffen befreit.
Kaleko raunt: „Ich schrieb es nicht!“
Doch ich fühl mich dazu bereit.
# Soll Unbeholfenheit mich führen –
# Für dich mag ich ein Laie sein!
# Obzwar Juwelen dir gebühren –
# Es dreht sich nur um Mark und Bein.
Und schriebe ich ihr dies Gedicht –
Es könnt Enttäuschung zeugen:
Vielleicht erschien es ihr zu schlicht.
Nun, sollt ich mich dem beugen?
# Für dich muss, aller Wortlast frei,
# Der pure Text genügen.
# Und fändest du’s zu einerlei –
# Könnt dein Geschmack sich fügen?
So schrieb ich dies Gedicht ihr nicht.
Im Repertoire klafft fort das Loch –
Der Leichtigkeit trotzt das Gewicht.
Kaleko ruft: „Na, sag ich doch!“










