Ich sehe nichts Ersichtliches
Und müsst mich interessieren.
Das Starr’n aufs Unbild neckt mich, es
Mag anti-konvenieren.
Ich will das Provozier’n kapier’n,
Doch müsst dafür viel lesen.
Die Leichtigkeit schanzt sich ums Hirn,
Singt viel zu simple Thesen.
Ich seh der Bilder wilden Wahn
Und muss mich ihm verweigern.
Nehm ich mich der Motive an,
Drängt’s mich hineinzusteigern …
Für mich verbleibt der Vordergrund
Finale Perspektive.
Mein Blick huscht Richtung Ausgang und
Entdeckt nicht mehr an Tiefe.
Bezahlt den Maler meiner Gemälde besser als den letzten!
Weil mir die jüngsten Jahre manches gute Mal zerfetzten.
Die Umstände erfrechten sich, mein Ruhen kraus zu streichen –
Im fast entleerten Wartesaal sitzt nur noch mein Erbleichen.
Ich richte meine Zukunft ein
Als Farbstrich von Gemälden
Vom armen Pinselborstenschwein –
Vermächtnis eines Helden.
Wie oft habe ich Ungewisses
In wartende Mikros gesprochen!
Gedacht: Für die Premiere isses
’n Tag zu früh, vielleicht Wochen …
Ich kenne dieses Gefühl viel besser –
Ich fühle mich sich’rer in Unsicherheit.
Ich stürme beständig in offene Messer –
Nur mein müdes Ich flüstert: Ich bin’s langsam leid!
Wenn ein brennender Schmerz eine Kühlung erfährt,
Übersteigt doch sein Labsal das Vordemnormal.
Und darum erscheint mir das Unversehrtbleiben
Zu unnuanciert als ein Lebensideal.
Die Schwerfälligkeit und die Unendlichkeit –
Sie verzahnen sich in ’ner Umarmung.
Sie schlürfen die Pfützchen verbliebener Zeit
Und die Ungeduld winkt zur Besamung.
Ach, schwerfällig zieht sich die Längstfälligkeit
Um den Euter von jeder Entscheidung.
Eh die mich behelligt, bin ich sie schon leid –
Ob der Zähigkeit ihrer Vermeidung …
Die Verspätung erleidet Bezugspunktverlust
Und verstetigt sich ohne Gewissen.
Es entblößt die Verödung ’ne tranige Brust –
Und aller Elan ist verschlissen!
Unentwegt
Angeregt
Geisterte ich auf.
Unersatt,
Füße platt
Wand ich mich hinauf.
Und begann
Irgendwann
Größeres zu sehen.
Leider nur:
Keine Spur
Blieb in mir bestehen.