In des Fluss Geschwapp glitzert sich das Vergnügen
Von dem faustdicken Außen der Gastronomie.
Seinem Spiegel zu lauschen, muss mir hier genügen –
Mein Dosenbier flüstert: „Du änderst dich nie …!“
„Hey, hey!“ ruf ich. „Fair bleib’n – ich schreib hier Gedichte!“
Die Teilhabe geht. Aber niemals zunichte.
Der Kehrtwendehops eines Spatzen
Wurde nie in Gedichten beschrieben.
Dennoch sind alle hopsenden Spatzen
Bei dieser Methode geblieben.
Auch widmete ihren Getippel
Kein Schreiberling je ’nen Roman.
Sie wissen trotz fehl’ndem Getippsel:
„Beileibe – wir haben’s getan!“
Und das schelmische Wiegen der Köpfchen –
Nie Stoff für’n Theaterstück?!
Upps, da hüpft grad eins aus seinen Schläppchen …!
Dann nehm ich’s natürlich zurück!
Was den Goethe bewegte zu einem Poem,
Bäumt sich auf zu ’nem handfesten Rechtschreibproblem!
Ich dachte erst, man schreibt das so:
Da stand ein Baum, der Ging k.o.
Doch ist das „G“ erst später dran –
(o. k., ein weitres steht vornan) –
Man stellt das zweite „G“ nach da,
Wo erstvermutet stand das „K“.
Dann, Schreiberling, saG: ink, go!
Mein Leben ist nicht komplett dokumentiert,
Da mich vieles an mir nicht mal selbst interessiert.
Von beschämenden Schwächen Von Zweifelgebrechen,
Soll sich keine Zeile zu sprechen erfrechen!
Mein Gelübde zu schweigen
Wird sich euch nicht zeigen,
Weil’s vermächtnislos nicht existiert.
Vermutet ihr hinter den Sichtschutzwänden
Fänden sich Verse aus schändlichen Bänden?
Dort ist’s albern und traurig egal.
Man kann Flecken entdecken –
kein Erwecken und Schrecken.
Und Unendlich ist nur eine Zahl.
Beim Weltuntergang sich mit Gedichten befassen?
Als gäb’s keine weit’ren Probleme …!
Ich weiß – doch ich kann halt von Versen nicht lassen,
Denk immerzu nur an Poeme!
Im Todeskampf fortwährend Reime zu suchen?
Als zählten alleine Gedichte!
Der Krebs will all meine Gedärme verfluchen –
Da ich ihm von Goethen berichte …
Mit Zahnschmerzen sich durch Metaphernrausch träumen?
Als schwiege des Eiterherds Pochen
Dank Zutrittsverbotes von lyrischen Räumen
Und Karies säh ab vom Durchlochen!
Nun, habe ich Verse – vor was wär mir bang?
Was könnte Euterpes Glück schrecken?
Nicht Zahnschmerzen, Krebs oder Weltuntergang
Sind fähig, Gefühle zu wecken.
Simple Schönheit ernährt sich meistatemberaubend –
Du entgegnest „natürlich“, das Adjektiv meinend.
Nur: Was hier selbstverständlich ist, nähert sich glaubend –
Den Beschreibungen weit’res Erfassen verneinend.
Ich möcht mich weiter mehrheitlich Auf dünnem Eis bewegen.
Ich habe ja bislang noch nie- mals unterm Eis gelegen.
Würd mich der Schock gebroch’nem Grunds Von Schlitterei’n entfernen?
Mag sein,
Mal bricht das Wagnis ein …
So wär’s ’ne Gelegenheit Schwimmen zu lernen!