Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Chiemsee

– 16.02.2020 Ausflug
– 21.06.2020 Auftritt im Golfhotel Grassau
– 03.01.2021 Ausflug & Verwandtenbesuch (neu!)
– 03.07.2021 Tretbootfahrt nach Frauenchiemsee & Verwandtenbesuch
– 04.09.2021 Chiemseeumrundung mit Kloser Seeon-Abstecher
– 04.01.2025, 05.04., 10.07., 09.08. Besuch Bernau


  • Altes Haus & das zweitausendneunhundertzweiundzwanzigste Gedicht

    Bei der Bernauer Ache

    Lowleveleinigkeit

    Bin ’ne Zu-wenig-Leistung-bei-zu-viel-Verbrauch-Show!
    Du findest das scheiße – und ich seh das auch so …


  • Torfbahnhof & das zweitausendneunhundertneunzehnte Gedicht

    Das Museum Torfbahnhof am Rande der Kendlmühlfilzen

    MÄRZ 2026 (Jahresrückblick III)

    Festgemauert wird um 12 der Spritpreis auf das Schild gebrannt –
    Teurer wird’s heut nimmer werden – auf, den Zapfhahn in die Hand!
    Weh, der Straße namens Hormus fehlt es an Geschmeidigkeit,
    Da der Influencer-Himmel über Dubai „Helft uns!“ schreit …

    Der Weg durch die Meerenge wechselt im Nu:
    Ist auf – zu – auf und wieder zu.
    Doch wo Rohöls Kräfte sinnlos halten,
    Wird sich der freie Markt entfalten
    Und der Schmierstoff des Wohlstands wird unverschämt teuer!
    Es zähmt auch den Übergewinn keine Steuer …
    Teurer wird das Leben werden – doch die Regierung, die euch liebt,
    Verspricht nun allen 1.000 Euro (nun, die euch jemand and’res gibt!)
    Und nehmet hin ’nen Tankrabatt!

    Gott, hamwa dat Gezanke satt,
    Wenn man für Sprit mal mehr berappt!
    Da Zuversicht sich arg verknappt,
    Frau Bas in fette Näpfchen tappt
    Und Timmy auf ’ne Sandbank schwappt,
    Mault alles, dass schier nichts hier klappt!
    Ja, dies Land, wo Epstein Ulmen heißt,
    Ist sooo lang schon erfolgsverwaist –
    Man vermisst das alte Wachstums-Plus,
    Es mangelt auch an Gas vom Russ‘ –
    Nur an Unmut, Wut, Frust und Verdruss
    Herrscht hier im Lande Überfluss.

    Immerhin: BaWü bleibt grün – dank rehbrauner Augen,
    Die dem Sieg der Union die Prozente aussaugen.
    Und zeitgleich verläuft dann in München die Wahl
    Für Hochross und Reiter eh’r suboptimal.
    Sehet: tatsächlich gleich zwei grüne Sieger!
    Doch drängt’s jetzt auf die Bühne Krieger,
    Die aus der Höcke heraus, unter Pöpler-Applaus
    Als Alternative erstmals Umfragen toppen.
    Ist die Demokratie, unsre Schutzglocke, hie?
    Wie lässt sich nun noch rechter Höhenflug stoppen?
    Nun, die Prüf-Demos besucht, wer findet,
    Dass das nicht mehr von selbst verschwindet …

    Unsre Koalition ist – und das sagt nicht nur sie –
    Die letzte Patrone der Demokratie.
    Und wird diese im Machtpoker sinnlos verschossen,
    Wird uns keine Schutzglocke nochmals gegossen!
    Oder nach Schiller:
    „Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
    Sich alle Bande frommer Scheu,
    Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
    Und alle Laster walten frei.
    Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
    Und grimmig ist des Tigers Zahn,
    Jedoch der schrecklichste der Schrecken
    Das ist der Mensch in seinem Wahn.“

    Drum auf, zur Mitte, herein! Herein!
    Lasst uns die alte Glocke weih’n
    Zu übertön’n der Ränder Schrei’n:
    „Alarmglocke“ soll ihr Name sein.


  • Kampenwandkreuz & das zweitausendachthundertdreiundachtzigste Gedicht

    Kampenwand-Gipfelkreuz

    Den Gefallenen zum Aufstand gereichend

    Man redet von Gefallenen
    Doch die vom Tod Verschluckten
    Werd’n drauf die Fäuste ballen, denn
    Die von solch Wort verspuckten
    Annahmen sind pure Lügen.

    Wir woll’n der Wahrheit nun genügen:
    Hier ruhen die Verratenen
    Gestoßen, nicht gefallen.
    Es starb’n die hier Verbratenen
    Den dümmsten Tod von allen.
    Ihr letzter Gott war ein Befehl
    Nebst Zwang, an ihn zu glauben.
    Ne uniform-umhüllte Seel
    Darf höh’rer Dienstgrad rauben.

    Euch mordeten die Feinde nicht –
    Nur die, die euch entmündigt!
    Mit Schmu von Tapferkeit und Pflicht …
    Im höchsten Grad: versündigt.


  • Sultensattel & das zweitausendachthundertzweiundachtzigste Gedicht

    Weg zum Sultensattel

    Humpeligen Schrittes (Ein Abstiegslied)

    Nun, humpeligen Schrittes
    Eine Bergtour zu beschließen …
    Bergab rutscht man taleinwärts,
    Neigt schon zum Vorabgenießen:
    Die Einkehr auf biergärtnerischen
    Kehraus’n’durchschnaufbänken.

    Der Brand der Fußsohl’n bändigt sich.
    Ob’s anstreng’nd war? „Pah, lächerlich!“,
    Lässt sich behend schon denken.


  • Chiemseeblick & das zweitausendachthunderteinundachtzigste Gedicht

    Blick von der Kampenwand auf den Chiemsee

    Reiseandenken

    Der Wirt zieht schon die Betten ab
    Von meinem Herbergszimmer.
    Was es noch einzupacken gab,
    Benötige ich nimmer.

    Mit schweren Koffern voller Leere
    Begeb ich mich auf Reise.
    Obschon ich vom Vergang’nen zehre –

    Die Übernachtungspreise
    Zahlen sich nicht mehr wie dazumal aus.

    Und irgendwann bleibt man vermutlich zu Haus.


  • Kampenwand & das zweitausendachthundertachtzigste Gedicht

    Blick auf die Kampenwand

    Bersteigerweisheiten, Teil 123: Die Kampenwand

    Ob Kampenwand,
    Ob Wampen-Cunt –
    Wer aufi wui, braucht sich’ren Stand!


  • Chiemseeufer & das zweitausendachthundertfünfundsiebzigste Gedicht

    Chiemseeufer bei Bernau

    Tattoos auf der Demenzstation

    Tattoos auf der Demenzstation –
    Etwas, was mich als Baby verwirrte.
    Doch kurz darauf begann’s auch schon:
    In allen Hospizen – nur noch Tätowierte!

    Glaub mir, mein Junge, schon bald werd’n die Alten
    Nur Tattoos an sich und von früher behalten
    Und nicht drauf komm’n: „Was galt mir einst
    Das Bildmotiv, der Spruch, die Zahl?“
    Bald merkt sweet Lynn, wie sie karl-heinzt –
    Gezeichnet vom Ich war einmal.


  • Kurpark & das zweitausendsiebenhundertneunzehnte Gedicht

    Gärten der Zeit - Austtellung im Kurgarten Bernau am Chiemsee

    Reihenfolge

    Korrekt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Weil’s erst die Hoffenden zerfetzt …!


  • Dreibacheck & das zweitausendsiebenhundertachtzehnte Gedicht

    Zusammenfluss vom Bernauer Bach, Berghamer Bach zum Bernauer Achen

    Der Orniethologe

    Ich hör, es sind sehr viele Vögel im Garten –
    Ein quirliges Mischmasch von fliegenden Arten,
    Allüberall flatterndes Huschen.

    Sie müssen im Nirgendwo starten und landen?
    Forsch losgeschickt, all meine Blicke versanden –
    Spendiert mal ’n Anblick, ihr Luschen!

    Rascheln, Piepser und Geflitze
    Nehm ich wahr, da ich hier sitze,
    Und sehr viel Gebüschtes.

    Aber Äuglein, Federkleider
    Seh trotz Warterei ich leider
    Immer nur als Nüschtes!


  • Jungvolkstanz & das zweitausendsiebenhundertsiebzehnte Gedicht

    Volkstanzgruppe beim Bernauer Dorffest 2025

    Darf ich bitten?

    Allein wegen dir
    Weiß ich, könnte auch mir
    Eine Standardschrittfolge ein Etwas bedeuten.

    Scheint auch jeder Tanz
    In groß oder ganz
    Zu durchexerziert von dem Herkomm aus Leuten,

    Der’n Ehrgeiz und Training durchdring’n alle Sachen.

    Denn du, denke ich, kannst den Unterschied machen.


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

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